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Auslieferung zweier deutscher Terrorverdächtiger ausgesetzt

AFP VOM 29.10.2009 | Nachrichten - Allgemein | 1240 Aufrufe
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Terror

Mitglieder von Revolutionären Zellen 2000 in Paris festgenommen

Die kürzlich in die Wege geleitete Auslieferung von zwei mutmaßlichen deutschen Terroristen aus Frankreich ist bis zu einer Entscheidung des französischen Staatsrates ausgesetzt worden. Die 76-jährige Sonja Suder und der 68 Jahre alte Christian Gauger hätten Einspruch vor dem höchsten französischen Verwaltungsgericht eingelegt, teilte das Justizministerium in Paris am Donnerstag mit. Demnach war den beiden Deutschen vor knapp zwei Wochen der Erlass zugegangen, dass sie in ihre Heimat überstellt würden, nachdem Regierungschef François Fillon und das Justizministerium der Auslieferung im Juli zugestimmt hatten.

Suder und Gauger waren in den 70er Jahren in Frankreich untergetaucht und im Jahr 2000 in der Hauptstadt Paris festgenommen worden. Sie gehörten den linksextremen Revolutionären Zellen an und sollen an drei Sprengstoffanschlägen beteiligt gewesen sein. Suder wird außerdem vorgeworfen, den Anschlag auf die Wiener OPEC-Konferenz 1975 mit vorbereitet zu haben, bei dem drei Menschen starben. Solange sich der französische Staatsrat nicht ausgesprochen habe, werde der Auslieferungserlass gemäß der üblichen Handhabe nicht vollstreckt, sagte ein Sprecher des Justizministeriums in Paris.

Suder und Gauger waren zwei Monate nach ihrer Festnahme gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt. Gegen Suder lag seinerzeit ein Haftbefehl der Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen Mordes, Mordversuchs und Brandstiftung vor, gegen Gauger wegen Brandstiftung.

29. Oktober 2009 - 18.28 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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