Ausländische Gesellschaften in Deutschland – Abschied von der deutschen GmbH?

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Alternativen zu deutschen Rechtsformen

Für den Unternehmensgründer bedeutet dies, dass er bei der Entscheidung darüber, welche Rechtsform er seinem Unternehmen geben will, auch eine Vielzahl ausländischer Gesellschaftsformen zur Verfügung hat. In der Praxis sind hier besonders die englische Limited (Ltd.) und spanische Sociedad Limitada (S.L.) von Bedeutung.

Ausländische Rechtformen bieten vor allem den Vorteil, dass für sie in der Regel nicht so strenge Mindestkapitalvorschriften wie etwa diejenigen des deutschen Gesellschaftsrechts gelten: Für die Gründung einer deutschen GmbH ist ein Mindestkapital von € 25.000,- aufzubringen, für eine Aktiengesellschaft sind sogar € 50.000,- erforderlich. Im Gegensatz dazu braucht man z.B. für die Gründung einer für die Gründung einer spanischen S.L. ein Kapital von 3000,- €.

Die jeweilige Gesellschaft wird im Ausland wirksam gegründet. Sodann wird in Deutschland eine unselbständige Zweigniederlassung errichtet. Diese Zweigniederlassung kann auch in das Handelsregister eingetragen werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Sitz der ausländischen Gesellschaft auch offiziell in das Inland zu verlegen. Dazu ist es erforderlich, die ausländische Gesellschaft zur Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht anzumelden. Das geht allerdings nur, wenn das ausländische Recht den "Wegzug" nicht ver- bzw. behindert und das deutsche Recht ohne Weiteres den "Zuzug" gestattet.

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