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Attentäter von Mumbai fordert Todesstrafe für sich selbst

AFP VOM 22.7.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1087 Aufrufe
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Angeklagter: "Hängt mich"

Nach seinem überraschenden Geständnis hat der wohl einzige überlebende Attentäter der Anschläge von Mumbai für sich die Todesstrafe gefordert. Während der öffentlichen Verhandlung fragte Richter M.L. Tahaliyani den auch als Kasab bekannten Angeklagten Mohammed Ajmal Amir Iman, ob er von den Menschen oder von Gott bestraft werden wolle. "Bitte macht es und hängt mich", entgegnete der 21-jährige Pakistaner.

Niemand müsse befürchten, dass er versuchen werde, "dem Tod durch Erhängen zu entkommen". "Wenn das die Strafe ist, soll es so sein", fügte der Angeklagte hinzu. Für seine Taten in der Welt ziehe er eine Strafe durch Menschenhand einer Strafe Gottes vor.

Staatsanwalt Ujjwal Nikam kritisierte, dass Kasab nur ein unvollständiges und "halbherziges" Geständnis abgelegt habe. Er habe sich als Befehlsempfänger dargestellt, um sich doch vor der Todesstrafe zu retten. Richter Tahaliyani wies diese Einschätzung zurück.

Mit seinem Geständnis, einer von zehn bewaffneten Angreifern bei den Anschlägen in Mumbai im November vergangenen Jahres gewesen zu sein, hatte der Angeklagte am Montag das Gericht und sogar seinen eigenen Verteidiger überrascht. Er hatte nach eigenen Angaben mit einem Komplizen den Auftrag verfolgt, im Hauptbahnhof des früheren Bombay Geiseln zu nehmen und "auf jeden" zu schießen. Dabei wurden 52 Menschen getötet und mehr als 100 weitere verletzt. Weitere Angriffe wurden auf zwei Luxushotels und andere Ziele verübt. Insgesamt starben 174 Menschen, darunter neun Angreifer, mehr als 300 weitere wurden verletzt.

22. Juli 2009 - 12.05 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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