Assange-Anwältin: Spionage-Anklage wäre verfassungswidrig
AFP VOM 11.12.2010 | Nachrichten - Allgemein | 1308 Aufrufe Mehr zum Thema:Wikileaks, Spionage
Juristin sieht keine Grundlage für Strafverfolgung
Eine Spionage-Anklage in den USA gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wäre nach Einschätzung von dessen Anwältin verfassungswidrig. Jede Strafverfolgung wegen Spionage würde den von der US-Verfassung garantierten Schutz der Medien in Frage stellen, sagte Jennifer Robinson in London. Angesichts des Rufs ranghoher US-Regierungsvertreter nach einer Anklage gegen Assange würden sie und ihre Kollegen sich derzeit aber auf eine mögliche Strafverfolgung vorbereiten.
"Allerdings glaube wir weder, dass es eine Grundlage für eine Anklage gibt, noch haben wir bisher eine vernünftige Erklärung gesehen, auf welchen Bestimmungen diese beruhen würde", betonte Robinson. Assange sitzt derzeit in einem Londoner Gefängnis, am Dienstag soll bei einer Anhörung über seine Auslieferung an Schweden entschieden werden. Die schwedische Justiz ermittelt gegen den 39-jährigen Australier wegen des Verdachts der Vergewaltigung. Seine Anwälte halten die Vorwürfe für politisch motiviert.
11.12.2010 - 11:01 Uhr
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