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Arbeitstätigkeit die nicht zum beruf gehört

19.6.2017 Thema abonnieren
 Von 
Dasopfer123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Arbeitstätigkeit die nicht zum beruf gehört

Hallo alle zusammen, ich hab da eine sehr sehr wichtige Frage und hoffe das unter euch einige sind die sich auskennen.
Ich habe im januar eine Ausbildung zum Elektroniker abgeschlossen und wurde auch von meiner firma übernommen.
Das problem ist das ich jetzt seit nem halben jahr überhaupt nichts mit elektro gemacht habe sondern (ich betone stark) NUR mechaniker und schlosserarbeiten tätige.
Laut vertrag bin ich aber auch als elektroniker eingestellt.
Habe auch schon ein gespräch mit dem chef und seinem chef geführt und die haben mir gesagt das ich wohl in 2 jahren ne spezielle Fortbildung bekommen soll wo ich danach dann als elekoniker meine Tätigkeiten machen kann.
Aber das ist doch irgendwie falsch mich in den 2 jahren dazwischen als Schlosser knecht zu missbrauchen oder? Darf er das?
Oder hab ich das Recht in der zwischenzeit ne andere tätigkeit vlt. Sogar in ner anderen abteilung zu bekommen?
Ich habe ja bewusst nicht irgend son mechatroniker scheiß gelernt weil für mich diese arbeit sehr sehr schwer ist und ich das nicht machen will und jetzt kommt sowas?!?! Ich habs echt satt und kann mir kaum vorstellen das das so richtig läuft.

-- Editier von Dasopfer123 am 19.06.2017 15:27

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Junior-Partner
(5212 Beiträge, 2041x hilfreich)

/// Ich habs echt satt und kann mir kaum vorstellen das das so richtig läuft.
Du kannst darauf bestehen, vertragsgemäß beschäftigt zu werden. Du kannst sogar darauf klagen.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(48348 Beiträge, 23124x hilfreich)

Zitat (von Dasopfer123):
Laut vertrag bin ich aber auch als elektroniker eingestellt.

Und als was sonst noch?



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB .
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#3
 Von 
Dasopfer123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Als nichts mehr nur als elektoniker.
Habe mich nur ein wenig falsch ausgedrückt tut mir leid.

Aber wenn ich darauf klage dann schmeißen die mich doch bestimmt raus denke ich jetzt mal, weil ich nur einen jahresvertrag bekommen habe der danach verlängert werden soll. Obs ein unbefristeter wird weiß ich halt nicht. Bin total am verzweifeln weil ich will ja auch nicht Arbeitslos da stehen.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(48348 Beiträge, 23124x hilfreich)

Zitat (von Dasopfer123):
Aber wenn ich darauf klage dann schmeißen die mich doch bestimmt raus denke ich jetzt mal

Nö, schlicht weil das kein Grund dafür wäre.

Aber es soll ja phantasiebeagabte Arbeitgeber geben, die sich da was einfallen lassen.
Oder der Arbeitnehmer macht Fehler, welche zur vorzeititgen Kündigung berechtigen.
Oder man macht einen Aufhebungsvertrag.


Und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, das ein Vertrag verlängert wird, wenn der Arbeitnehmer den Arbeitgeber verklagt hat, kann man sich ja denken ...



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB .
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#5
 Von 
blaubär+
Status:
Junior-Partner
(5212 Beiträge, 2041x hilfreich)

Du steckst in einem Dilemma:
Wenn du auf 'Elektroniker' bestehst und darum kämpfst, wird dein AG möglicherweise/wahrscheinlich deinen befristeten Vertrag nicht verlängern.
Auf der anderen Seite willst du den Job nicht verlieren, bist aber todunglücklich mit dem, was du tatsächlich zu tun hast.
Die Alternative zwischen Stillhalten samt Verzweiflung etc gegenüber einer unsicheren Hoffnung, den ungeliebten Job zu behalten.
Um deine Gemütslage wieder auszubalancieren, könntest du dir klarmachen
a) der Job ist eh' befristet und eine fixe Anstellung ungewiss.
b) du bist qualifiziert als Elektroniker und arbeitest nicht auf diesem Gebiet; je länger du da raus bist, desto weniger wahrscheinlich, dass du entsprechende Arbeit bekommst.
c) das Unglücklichsein - du sprichst gar von Verzweiflung - wird zulasten deiner Gesundheit gehen; nimm also dein Herz in die Hand und such dir eine Arbeit, die dich zufriedenstellt. Wie heißt es doch bei den Bremer Stadtmusikanten: Was bess'res als den Tod finden wir allemal.
Evtl. benötigst du Unterstützung für deine Entscheidungsfindung, einen Psychologen.

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#6
 Von 
Dasopfer123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke blaubär für die antwort.
Ich denke ich werde in der zeit wo ich die füße stillhalten muss bis ich nen festvertrag habe oder was neues finde echt mal neb psychologen in Erwägung ziehen, da ich vorerst keinen ausweg sehe. Ich denke das könnte vlt. Helfen psychisch nicht ganz so kaputt zu gehen.

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