Anwaltszwang

Mehr zum Thema:

Verfahrensrecht Rubrik, Anwaltszwang, Anwaltsprozess, Singularzulassung, Simultanzulassung

0 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
0

Anwaltszwang im Rahmen der Strafgerichtsbarkeit

Ein Beschuldigter kann sich in jeder Lage des Verfahrens einen Verteidiger nehmen (Wahlverteidiger).Die Zahl der Verteidiger ist hierbei auf drei beschränkt. Hat er keinen Wahlverteidiger, so ist ihm in den Verfahren,in denen die Verteidigung notwendig ist, ein Pflichverteidiger vom Gericht zu bestellen.

Ein Fall der notwendigen Verteidigung durch einen Anwalt liegt insbesondere dann vor,

  • wenn die Hauptverhandlung im ersten Rechtszug vor dem Landgericht oder dem Oberlandesgericht stattfindet,
  • dem Beschuldigten ein Verbrechen zur Last gelegt wird,
  • das Verfahren zu einem Berufsverbot führen kann,
  • der Beschuldigte sich mindestens drei Monate auf Grund richterlicher Anordnung oder mit richterlicher Genehmigung in einer Anstalt befunden hat und nicht mindestens zwei Wochen vor der Hauptverhandlung entlassen worden ist,
  • die Unterbringung oder Sicherungsverwahrung des Beschuldigten in Betracht kommt.

12345
Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Was versteht man unter Anwaltszwang?
Seite  2:  Anwaltszwang im Rahmen der Zivilgerichtsbarkeit
Seite  3:  Anwaltszwang im Rahmen der Strafgerichtsbarkeit
Seite  4:  Anwaltszwang im Rahmen der Verwaltungsgerichtbarkeit
Seite  5:  Welchen Sinn und Zweck hat der Anwaltszwang?
Seite  6:  Kann jeder Anwalt vor jedem Gericht auftreten?
Das könnte Sie auch interessieren
Juristisches Wie finde ich den richtigen Rechtsanwalt?
Verfahrensrecht Instanzenzug - Welches Gericht macht was?
Vor Gericht BGH: Nur ausgewählte Anwälte dürfen Mandanten vor dem obersten Gericht vertreten
Gesetzgebung Rechtsanwälte: Zulassung bei allen Oberlandesgerichten