Anwalt von zehn US-Baptisten in Haiti legt Mandat nieder
AFP VOM 8.2.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 1049 Aufrufe Mehr zum Thema:Kindesraub, Haiti
US-Bürger wollten nach Beben Kinder aus Haiti bringen
Der Anwalt der zehn US-Bürger, die in Haiti wegen Kindesentführung angeklagt wurden, hat sein Mandat niedergelegt. Bei den zehn Verdächtigen handelt es sich um eine Gruppe von US-Baptisten, die nach dem schweren Erdbeben in Haiti 33 Kinder im Alter zwischen zwei Monaten und 14 Jahren ohne Genehmigung außer Landes bringen wollten. Fünf der bisherigen US-Mandanten von Edwyn Coq sollen heute vor Gericht erscheinen. Sie müssten sich nun einen anderen Anwalt suchen, sagte der Jurist.
Die Angehörigen seiner Mandanten hätten behauptet, er habe von ihnen Geld zur Bestechung des Richters gefordert, sagte Coq der Nachrichtenagentur AFP in Port-au-Prince. Außerdem hätten sie ihm bisher keinerlei Honorar gezahlt, obwohl sie ihm 60.000 Dollar (44.000 Euro) zugesagt hätten.
Die zehn US-Bürger wurden vor knapp einer Woche an der Grenze zur Dominikanischen Republik festgenommen. Die US-Organisation New Life Children's Refuge betonte die guten Absichten ihrer Mitglieder. Die Kinder seien nach dem Erdbeben vor knapp einem Monat Waisen geworden oder auf sich gestellt. Inzwischen stellte sich allerdings heraus, dass viele der Kinder noch Eltern oder Angehörige haben.
8. Februar 2010 - 12.38 Uhr
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