Anschlagspläne auf dänische Zeitung: Urteile gefallen
AFP VOM 30.1.2012 | Nachrichten - Allgemein | 451 Aufrufe Mehr zum Thema:Anschlagspläne, Terror, Zeitung, Dänemark
Mehrjährige Haftstrafen für zwei Männer
Im Prozess wegen Anschlagsplänen auf die dänische Zeitung "Jyllands-Posten" sind zwei Terrorverdächtige zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Ein Gericht in Oslo verurteilte den als Drahtzieher geltenden Norweger uigurischer Herkunft, Mikael Davud, zu sieben Jahren Haft. Sein Komplize, der irakische Kurde Shawan Sadek Saeed Bujak, erhielt eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren. Die Staatsanwaltschaft hatte elf beziehungsweise fünf Jahre Haft gefordert.
Die "Jyllands-Posten" hatte 2005 mehrere Mohammed-Karikaturen veröffentlicht, die in der muslimischen Welt für viel Empörung gesorgt hatten. Die umstrittenen Zeichnungen zeigen unter anderem den Propheten Mohammed mit einem Turban in Form einer Bombe mit glimmender Zündschnur.
Die Angeklagten waren im Juli 2010 gemeinsam mit einem usbekischen Verdächtigen von der norwegischen Polizei festgenommen worden. Laut Anklage planten sie einen Sprengstoffanschlag auf den Karikaturisten Kurt Westergaard und die Zeitung "Jyllands-Posten", die dessen Mohammed-Zeichnungen veröffentlichte. Der Usbeke wurde von den schwerwiegendsten Vorwürfen freigesprochen, erhielt aber eine viermonatige Haftstrafe wegen Beihilfe.
30.01.2012 - 15:00 Uhr
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