
Am Frankfurter Landgericht hat ein weiterer Prozess wegen Geschäften mit Wertpapieren der US-Bank Lehman Brothers begonnen. Ein Ehepaar aus Hessen klage gegen die Frankfurter Sparkasse, weil das Kreditinstitut die Anleger aus deren Sicht nicht ausreichend auf die Risiken hingewiesen habe, sagte ein Gerichtssprecher in Frankfurt am Main. Das Paar wolle erreichen, dass das Kreditinstitut den Kauf der Wertpapiere wieder rückgängig macht.
Die Eheleute hätten viel Geld verloren, weil die Zertifikate von Lehman Brothers in den vergangenen Monaten drastisch an Wert eingebüßt hätten - vor allem nach Bekanntwerden der Pleite der US-Bank, sagte der Sprecher. Die Klage ging bei dem Gericht demnach aber schon vor Monaten ein.
Die Frankfurter Sparkasse habe zu Prozessauftakt einen Vergleich abgelehnt, sagte der Gerichtssprecher. Für großen Ärger bei dem Ehepaar habe vor allem gesorgt, dass die Bankberater die Eheleute dazu bewegt hätten, aus bisher gewinnbringenden Geldanlagen auszusteigen, um in die Lehman-Papiere zu investieren. Ende November wolle das Gericht eine Entscheidung verkünden. Bereits im Sommer hatte eine Anlegerin in Hamburg in einem ähnlichen Fall erfolgreich gegen die Dresdner Bank geklagt. Viele Anleger haben durch die Pleite von Lehman Brothers Mitte September viel Geld verloren, weil die Zertifikate der Bank nicht gegen den Bankrott abgesichert sind.
24. Oktober 2008 - 15.46 Uhr
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