Anleger starten Sammelklage gegen EADS wegen A380-Verspätung
AFP VOM 4.8.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1103 Aufrufe Mehr zum Thema:EADS, Sammelklage
Luftfahrtkonzern soll zu spät informiert haben
Deutsche Anleger haben eine Sammelklage gegen den europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS gestartet. Die Anleger werfen der Airbus-Mutter vor, nicht rechtzeitig über Probleme beim Riesen-Airbus A380 informiert zu haben, wie ein Sprecher der Münchner Anwaltskanzlei Rotter der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Kanzlei habe die notwendige Mindestanzahl von zehn Klagen beim Landgericht Frankfurt am Main eingereicht.
Insgesamt vertreten die auf Anlegerrecht spezialisierten Anwälte von Rotter den Angaben zufolge 30 EADS-Aktionäre, die zusammen 19 Millionen Euro Schadenersatz von EADS fordern. Dabei geht es um die Informationspolitik in Zusammenhang mit den Problemen bei der A380, weshalb auch bereits die französische Börsenaufsicht AMF gegen das Unternehmen vorgehe.
Ihr zufolge haben sieben EADS-Top-Manager ihr firmeninternes Wissen für illegalen Aktienhandel missbraucht. Unter ihnen sind der ehemalige Airbus-Co-Chef Noël Forgeard und der Leiter des Dresdner EADS-Werks, Andreas Sperl, wie aus dem AMF-Untersuchungsbericht hervorgeht. Die Manager haben demnach im März vor drei Jahren einen Teil ihrer Unternehmensaktien im Wissen verkauft, dass es Lieferprobleme beim "Super-Airbus" A380 geben würde.
4. August 2009 - 16.32 Uhr
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