Anklage will drei Jahre Haft für Pussy-Riot-Mitglieder
AFP VOM 7.8.2012 | Nachrichten - Allgemein | 3065 Aufrufe Mehr zum Thema:Pussy Riot, Rowdytum, Russland
Bundestagsabgeordnete kritisieren russische Justiz
Der Prozess wird international kritisiert und als politisch motiviert angesehen. Die Europäische Union äußerte sich "besorgt" über "Unregelmäßigkeiten" in dem Gerichtsverfahren. Ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton sagte in Brüssel, der EU bereiteten "insbesondere die Haftbedingungen" der Frauen Sorge sowie "Berichte über Einschüchterungen von Anwälten, Journalisten und möglichen Zeugen". "Die Europäische Union fordert Russland auf, seine internationalen Verpflichtungen einzuhalten, vor allem das recht auf einen fairen Prozess", sagte der Sprecher.
In einem Brief an den russischen Botschafter in Berlin, Wladimir Grinin, erhoben 121 Bundestagsabgeordnete aller Parteien schwere Vorwürfe gegen die russische Justiz. In dem Schreiben heißt es: "Die mehrmonatige Untersuchungshaft und die hohe Strafandrohung empfinden wir als drakonisch und unverhältnismäßig." In einem säkularen und pluralistischen Staat dürften "friedliche Kunstaktionen - auch wenn sie als provokant empfunden werden können - nicht zu dem Vorwurf eines schweren Verbrechens und langzeitigen Verhaftungen führen".
Popstar Madonna, die am Dienstagabend in Moskau ein Konzert geben und am Mittwoch in St. Petersburg auftreten sollte, forderte bei ihrer Ankunft auf dem Moskauer Flughafen Milde für die Frauen. Unterstützer der russischen Orthodoxen Kirche forderten von den Behörden, die Konzerte abzusagen.
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Seiten in diesem Artikel: Seite 1: Anklage will drei Jahre Haft fuer Pussy-Riot-MitgliederSeite 2: Urteil in Prozess gegen Pussy Riot soll am 17. August fallenSeite 3: Madonna fordert Freiheit für Pussy-Riot-Mitglieder



