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Anklage in Kölner Kunstfälscher-Skandal

Anklage in Kölner Kunstfälscher-Skandal

AFP VOM 24.5.2011 | Nachrichten - Allgemein | 1028 Aufrufe
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Kunstfälschern

Beschuldigte sollen Fakes in Handel geschleust haben

Die Staatsanwaltschaft Köln hat Anklage gegen vier mutmaßliche Kunstbetrüger erhoben. Sie sollen vermeintliche Meisterwerke bekannter Maler europaweit in den Kunsthandel geschleust und so mehrere Millionen Euro ergaunert haben. Den Beschuldigten wird gewerbsmäßig begangener Betrug und Urkundenfälschung vorgeworfen, wie die Strafverfolger mitteilten. Den Angeklagten drohen Haftstrafen von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

Den Angeklagten wird laut Staatsanwaltschaft vorgeworfen, mutmaßliche Fälschungen von insgesamt 14 Gemälden der Künstler Max Pechstein, Heinrich Campendonk, Max Ernst, André Derain, Kess van Dongen und Fernand Léger in Umlauf gebracht zu haben. Wegen 33 weiterer mutmaßlich gefälschter Gemälde laufen Ermittungen in einem gesonderten Verfahren. Die Angeklagten sollen vorgegeben haben, die Bilder stammten aus einer in Wahrheit nicht existierenden "Sammlung Werner Jägers" sowie einer ebenfalls fingierten "Sammlung Wilhelm Knops".

Bei den Beschuldigten handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um die Enkelin des 1992 in Köln verstorbenen Werner Jägers, die 52-jährige Helene B., ihre 53 Jahre alte Schwester Jeanette S. und ihren 60-jährigen Ehemann Wolfgang B. Ebenfalls beschuldigt ist der Enkel des 1957 verstorbenen Wilhelm Knops, der 67-jährige Otto S. Mit Ausnahme von Jeanette S. sitzen die Angeklagten in Untersuchungshaft.

24.05.2011 - 17:01 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010



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