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Anklage gegen Vater des Amokläufers von Winnenden erhoben

AFP VOM 27.11.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1568 Aufrufe
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Amoklauf

Taten seines Sohnes womöglich fahrlässig ermöglicht

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden Anklage erhoben. Ihm werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und ein Verstoß gegen das Waffengesetz zur Last gelegt, wie die Anklagebehörde mitteilte. Dem Vater werde vorgeworfen, die Taten seines Sohnes fahrlässig ermöglicht zu haben. Er habe die Tatwaffe sowie die dazu gehörende Munition so aufbewahrt, dass Tim K. diese an sich nehmen konnte.

Tim K. hatte bei seinem Amoklauf im März, der an seiner ehemaligen Realschule begann, zunächst 15 Menschen und dann sich selbst getötet. Weitere 13 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Die Staatsanwalt sah mit der Anklageerhebung von der Möglichkeit eines Strafbefehls ab, über den zuvor spekuliert worden war. Die Staatsanwaltschaft begründete dies damit, dass eine "vollständige und transparente Aufklärung aller für und gegen den Angeschuldigten sprechenden Umstände" erreicht werden solle. Bei einem Strafbefehl kann es zu einer rechtskräftigen Verurteilung kommen, ohne dass vorher ein Gerichtsprozess stattfindet. Dies ist dann der Fall, wenn der Beschuldigte den Strafbefehl akzeptiert.

In dem Verfahren vor dem Landgericht Stuttgart soll laut Staatsanwaltschaft auch geklärt werden, ob der Vater aufgrund konkreter Anhaltspunkte die Gefahr eines Missbrauchs der Tatwaffe durch Tim K. hätte erkennen können und müssen.

27. November 2009 - 12.48 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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