Angeschwärzt beim Jugendamt!!!
Hallo,
ich bin 23 Jahre und habe eine jetzt fast zweijährige Tochter.
Zu meiner Geschichte:
Vor etwa einem halben Jahr klingelte unangekündigt das Jugendamt bei mir. Grund war dieser, dass eine "anonyme" Person (deren Namen auf dem Amt bekannt ist) behauptet hat, meine Tochter wäre stark vernachlässigt; ich würde sie nur im Bett liegen lassen, mich nie mit ihr beschäftigen (nie Spazieren gehen, sie würde immer allein auf dem Boden Liegen), zudem wäre sie nicht geimpft und aufgrund meiner fehlenden Zuwendung nicht zeitgerecht entwickelt.
Dazu muss ich sagen, dass diese Anschuldigungen nicht gerechtfertigt sind. Meine Tochter wurde ab dem zweiten Lebensmonat sechs Wochen im Krankenhaus untersucht. Ergebnis: Sie ist gesund. Trotzdem krabbelt und läuft sie nicht, aber sie hat schon mit sieben Monaten frei gesessen, und seit sie eineinhalb ist bewegt sie sich mit "Po-Rutschen" fort. Täglich fördern wir unsere Tochter und haben schon kleine Fortschritte gemacht: Hochziehen, an einer Hand gehen...
Als das Jugendamt kam war sie zwar nicht geimpft, trotzdem wurden alle U-Untersuchungen gemacht.
Die Frau vom Jugendamt machte sich ein Bild von der Kleinen, wir zeigten ihr wie weit sie tatsächlich mit der Entwicklung war. Sie bemängelte drei Dinge an mir.
1. Keine Impfung.
Also soweit ich weiß sind Impfungen freiwillig. Ich persönlich habe ein schlechtes Bild von einigen Impfungen. Nun wurde ich dazu gezwungen mein Kind impfen zu lassen.
2. Körperliche Entwicklung
Angeblich sei es nicht normal das mein Kind noch nicht krabbelt und läuft. Nun bin ich seit Monaten in krankengymnastischer Behandlung. Ohne Fortschritt.
3. Wohnung
Sie bemängelte, dass im Kinderzimmer zu viele Kartons mit Spielsachen rumstehen würden. Sie könnte dort nicht sicher spielen. Wobei ihre "Lieblings"-Spielsachen alle im Wohnzimmer sind. Meine Tochter spielt gerne in meiner Gegenwart und ist nie unbeaufsichtigt. Das Kinderzimmer dient fast ausschliesslich zum Schlafen. Zudem fand sie die Sicherheit meiner Tochter extrem gefährdet, weil in der Küche ein gelber Sack steht, indem ich Dosen entsorge (oder gibt es eine Sammelstelle für Konserven???).
Den Vorwurf der Vernachlässigung jedoch konnte sie nicht feststellen.
Also um es kurz zu fassen, fand das Jugendamt die Meldung, aus den oben genannten Gründen, durchaus gerechtfertigt. Jetzt wurde meine Tochter von der ärztlichen Schweigepflicht entbunden. Arzt und Krankengymnast müssen jede Kleinigkeit melden.
Desweiteren bin ich nun verpflichtet regelmäßig zum Arzt zu gehen, alle Impfungen an ihr vornehmen zu lassen und die Krankengymnastik weiterzuführen.
Mich stört daran, dass ich dazu genötigt werde, mehr als die notwendigen ärztlichen Pflichtbesuche durchzuführen. Und dass ich alle Impfungen machen muss, auch die denen ich skeptisch gegenüber stehe!!! Das Jugendamt besteht darauf!!!
Bin ich Gesetzlich dazu verpflichtet?
Kann das Jugendamt wirklich von mir verlangen das ich öfters als zur vorgeschriebenen U-Untersuchungen mein Kind untersuchen lassen muss? Es liegen keinerlei Anzeichen von Unterernährung oder sonstigen körperlichen Defiziten vor.
Was kann das Jugendamt tun, wenn ich mich dem wiedersetze?
Ich kenne viele Kinder die nicht geimpft sind, aber mir wird es vorgeschrieben.
Versteht mich nicht falsch, ich will nur das Beste für mein Kind. Ich sehe es blos nicht ein, dass irgendeine Person, die mich nicht leiden kann, beim Jugendamt anschwärzt und ich nun so grundlos unter Kontrolle stehe.
Hier aber die wichtigste Frage:
Selbst nach einem halben Jahr hat die anonyme Person, die mich beim Jugendamt angezeigt hat, sich noch nicht bei mir dazu bekannt. Das Jugendamt sagt den Namen nicht. Bin ich nicht dazu berechtigt zu wissen, wer Lügen über mich erzählt?
Es muss doch einen Weg geben herauszufinden wer das war?
Vielleicht durch eine Anzeige?
Ich habe seit dem Vorfall eine totales Mißtrauen gegenüber jedem der mit mir privat zu tun hat. Habe alle Freundschaften gekündigt, weil ich niemandem mehr Vertrauen kann.
Meine Meinung ist, dass diese Person mir eindeutig Schaden will.
Selbst wenn es diese Person nur "gut meinte", hätte sie mich auf eventuelle Misstände ansprechen können.
Lügen beim Jugendamt zu verbreiten macht man nicht mal so aus Langeweile. Endlich möchte ich ein normales Leben führen, und wieder Ruhe finden. Das kann ich aber erst wenn ich weiß wer das war!
Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht, oder hat eine Antwort auf meine Fragen???
von Angelofshadows am 13.01.2006 02:44
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