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Angeklagter im Prozess um Taxifahrermord bestreitet Tat

AFP VOM 9.3.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 669 Aufrufe
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Mord

20-Jähriger muss sich auch für Angriff auf Frau verantworten

Ein unter anderem wegen Mordes an einem 58 Jahre alten Taxifahrer angeklagter 20-Jähriger aus Niedersachsen hat die Tat zum Prozessauftakt vor dem Oldenburger Landgericht bestritten. Er habe den Vorwurf der Staatsanwaltschaft "weit von sich gewiesen", sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag nach dem Beginn des Verfahrens. Einen ihm ebenfalls zur Last gelegten lebensgefährlichen Messerangriff auf eine 61 Jahre alte Taxifahrerin räumte er demnach ein, stellte ihn aber in Einzelheiten anders dar als die Anklage.

Der 20-Jährige muss sich in den Verfahren wegen Mordes, versuchten Mordes, versuchten schweren Raubs und versuchter räuberischer Erpressung verantworten. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen soll er im September vergangenen Jahres an zwei verschiedenen Orten im Bremer Umland erst den Taxifahrer mit einem Messer erstochen und dann dessen Kollegin verletzt haben. Nach Darstellung der Anklage wollte der junge Mann seine Opfer berauben und griff sie überraschend an.

Die Verbrechen an den Taxifahrern hatten bundesweit für Entsetzen gesorgt. Der Angeklagte aus dem Landkreis Wesermarsch bei Bremen war erst nach mehreren Tagen gefasst worden und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Da er zur Tatzeit erst 19 Jahre alt war, wird ihm nach dem Jugendstrafrecht der Prozess gemacht. Im Fall eines Schuldspruchs droht im eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren. Ein Urteil wird das Gericht voraussichtlich am 23. März verkünden.

9. März 2010 - 15.25 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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