Angeklagter im Prozess um Mord an Ägypterin stört Verfahren
AFP VOM 28.10.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 738 Aufrufe Mehr zum Thema:Messerattacke
Im Prozess um den Mord an der Ägypterin Marwa El-Sherbini hat der Angeklagte mit seinem Verhalten den Fortgang des Verfahrens erheblich gestört. So leistete er vor Beginn des dritten Verhandlungstages am Mittwoch Widerstand gegen Beamte und zog sich dabei einige Blessuren zu, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Nach einer rechtsmedizinischen Untersuchung sei er aber als verhandlungsfähig eingestuft worden. Im Gerichtssaal habe sich Alex W. "hysterisch" gewehrt und etwa mit den Füßen auf den Boden gestampft. Dadurch kam es zu Verzögerungen. Das Verfahren wurde aber mit Zeugenvernehmungen fortgesetzt.
Alex W. muss sich seit Montag wegen Mordes an der 31-jährigen Marwa El-Sherbini sowie wegen Mordversuchs und gefährlicher Körperverletzung an ihrem Ehemann vor dem Landgericht verantworten. Der 28-Jährige hatte sein Opfer am 1. Juli während einer Verhandlung im Dresdner Landgericht, wo er sich wegen früherer Beschimpfungen der Ägypterin verantworten musste, mit einem Messer angegriffen. Die schwangere Mutter eines dreijährigen Jungen starb wenig später. Ihr Mann überlebte schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft wirft Alex W. vor, die 31-Jährige aus bloßem Ausländerhass getötet zu haben. Der Fall hatte in Deutschland und in vielen islamischen Ländern für Entsetzen gesorgt.
28. Oktober 2009 - 15.43 Uhr
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