Angehörige von Air-France-Absturzopfern klagen in den USA
AFP VOM 9.11.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1988 Aufrufe Mehr zum Thema:Air, France, Absturz, Atlantischer, Ozean
Vorwurf der Nachlässigkeit an Airbus und Zulieferer
Hinterbliebene von Opfern des Absturzes einer Air-France-Maschine über dem Atlantischen Ozean vor fünf Monaten haben vor US-Gerichten Schadenersatzklagen gegen Airbus und mehrere Zulieferer eingereicht. Laut Klageschrift richten sich die Klagen gegen den Flugzeugbauer und gegen Firmen, die Navigationsinstrumente für die Maschine herstellten, unter ihnen General Electric, Motorola und Intel. Die Klagen wurden in den Bundesstaaten Illinois und Kalifornien eingereicht, die Höhe der geforderten Schadenersatzsumme ist in den Klageschriften nicht festgehalten.
In der in Illinois eingereichten Klageschrift wird Airbus und den Zulieferern Nachlässigkeit bei der Produktion vorgeworfen. Der Absturz des Flugzeugs sei eine "direkte und unmittelbare Folge" dieser Nachlässigkeit gewesen. Der Airbus A330 der Air France war am 1. Juni auf dem Weg von Brasilien nach Frankreich über dem offenen Meer abgestürzt. Dabei kamen alle 228 Insassen ums Leben, unter ihnen 28 Deutsche. Die Unglücksursache ist bis heute ungeklärt. Die Flugschreiber der Maschine konnten nicht gefunden werden. Berichten zufolge könnten fehlerhafte Navigationsinstrumente für den Absturz mitverantwortlich sein, so etwa Wettersensoren und Sensoren zur Geschwindigkeitsmessung.
9. November 2009 - 11.23 Uhr
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