Amtsgericht Essen befindet über Zeit-Aufschub für Karstadt
AFP VOM 9.8.2010 | Nachrichten - Vor Gericht | 1688 Aufrufe Mehr zum Thema:Karstadt
Verkauf des insolventen Konzerns soll verlängert werden
Im Ringen um die Zukunft von Karstadt entscheidet das Amtsgericht Essen am Dienstag über eine weitere Verlängerung der Verkaufsfrist. Die Entscheidung des Gerichts fällt am Nachmittag, wie ein Sprecher von Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg bestätigte. Berichten zufolge soll die Verkaufsfrist bis zum 2. September verlängert werden.
Ursprünglich sollte das Amtsgericht am Dienstag den Insolvenzplan für Karstadt bestätigen. Die Verkaufsfrist für die traditionsreiche Kaufhauskette war schon mehrfach verlängert worden, unter anderem, weil sich der US-deutsche Investor Nicolas Berggruen als künftiger Eigentümer bislang noch nicht abschließend mit dem Warenhausvermieter Highstreet auf Mietsenkungen einigen konnte.
Auch am Montag konnte noch keine Einigung zwischen Berggruen und Highstreet erzielt werden, wie ein Berggruen-Sprecher der "Leipziger Volkszeitung" sagte. Es seien nicht alle Vollzugsbedingungen des Kaufvertrages erfüllt. Eigentlich hatten sich Berggruen und Highstreet bis spätestens Sonntag um 24 Uhr auf die von Berggruen geforderten Mietsenkungen einigen sollen. Der Karstadt-Insolvenzverwalter hatte aber bereits am Wochenende erklärt, dass mit dem Einhalten der Frist nicht mehr zu rechnen sei.
9. August 2010 - 15.44 Uhr
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