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Amnesty: Situation der Gefangenen in Guantánamo Bay weiterhin skandalös

2.6.2003 | Nachrichten - International | 4007 Aufrufe
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Guantanamo, Bay, Guantánamo, Kaida

Auch Kinder sollen unter den Gefangenen sein

Die Gefangenen auf dem US Stützpunkt in Guantánamo Bay werden nach wie vor entgegen internationalen Bestimmungen gehalten. Dies teilte die Menschenrechtsorganisation amnesty international Ende Mai mit. Demnach würden sich die Beschwerden internationaler Regierungen und Gerichte über die Behandlung der Gefangenen häufen. Die USA, so amnesty international, wiesen sämtliche Vorwürfe zurück.

"Seit die Überführung der Gefangenen vor 17 Monaten anfing, haben unzählige internationale, regionale und nationale Institutionen, darunter Regierungen und Gerichte, ihre große Besorgnis über die Situation der Gefangenen zum Ausdruck gebracht", so amnesty international. Das Europäische Parlament oder der Menschenrechtsbeauftragte der Vereinten Nationen zählen demnach zu den vielen, die sich zu Wort gemeldet haben. Auch der High Court in England hat die Situation in Guantánamo als störend und "offensichtlich im Gegensatz zu fundamentalen Prinzipien internationalen Rechts stehend" bezeichnet. Einer ähnlichen Wortwahl bediente sich jüngst auch ein Bundesrichter der USA.

Laut amnesty international wurden sämtliche Vorwürfe vom Weißen Haus in Washington zurückgewiesen. Nach wie vor werden die Gefangenen lediglich als "Terroristen" und als "sehr gefährlich" bezeichnet. Auch 13 Jahre alte Jungen sollen unter den Gefangenen sein, die seitens der USA als "äußerst gefährliche Menschen" innerhalb eines Terrornetzwerks angesehen werden. Keiner der Gefangenen wurde bislang vor einem Gericht angeklagt oder durfte einen Anwalt sehen.

Amnesty international hat bei den USA erneut einen Antrag gestellt, die Einrichtungen und die Unterbringung der Gefangenen auf der Insel inspizieren zu dürfen. Bislang blieben derartige Anträge erfolglos. In dem Lager werden die in Afghanistan festgenommen Taliban und Al-Kaida Kämpfer festgehalten.

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