Das Original seit 2000:
Erste Hilfe in Rechtsfragen.
328367
zufriedene Nutzer
Sie sind hier:  www.123recht.net » Nachrichten » International » 
Amnesty: Kolumbiens neuer Präsident muss Rechtsstaatlichkeit fördern - 1/1
AFP vom 06.08.2010   |   433 Aufrufe   |   Rubrik: Nachrichten - International

Amnesty: Kolumbiens neuer Präsident muss Rechtsstaatlichkeit fördern

Kritik an ungestraften Verbrechen von Sicherheitskräften

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Kolumbiens neuen Präsidenten Juan Manuel Santos aufgefordert, angesichts der anhaltenden Konflikte im Land die Unabhängigkeit des Justizsystems zu gewährleisten. Nur so könnten die Verantwortlichen für die Menschenrechtsverletzungen, die während des seit Jahrzehnten andauernden bewaffneten Konflikts zwischen staatlichen Sicherheitskräften, Paramilitärs und Guerillagruppen begangen wurden, zur Rechenschaft gezogen werden, erklärte Amnesty am Freitag in Berlin. Nach seinem Sieg bei der Stichwahl Ende Juni sollte Santos das Präsidentenamt am Samstag antreten.

Mehr zum Thema:
Rechtsstaatlichkeit   Kolumbien  

Amnesty warf den kolumbianischen Sicherheitskräften, Paramilitärs und Guerillagruppen vor, in der Vergangenheit Menschenrechtsverletzungen wie außergerichtliche Hinrichtungen, "Verschwindenlassen" und Entführungen von Gegnern sowie Zwangsvertreibungen begangen zu haben. Alle Konfliktparteien müssten "das Recht der Zivilisten, nicht in Feindseligkeiten hineingezogen zu werden, unbedingt respektieren", erklärte die Amerika-Referentin bei Amnesty International in Deutschland, Maja Liebing. Die "Straflosigkeit in Kolumbien" müsse ein Ende haben.

Liebing forderte die neue Regierung in Bogotá auf, die Schutzmaßnahmen für Zeugen, Anwälte, Richter und Staatsanwälte, die sich für die Menschenrechte einsetzen, zu verbessern. Amnesty verwies auf einen in diesem Jahr veröffentlichten UN-Bericht zu Kolumbien, wonach in dem südamerikanischen Land in den vergangenen 15 Jahren mindestens 300 Menschen, die an gerichtlichen Ermittlungen beteiligt waren, ermordet wurden. Die Organisation verlangte von der neuen Regierung in Bogotá überdies, das Ende Oktober auslaufende Mandat des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte in Kolumbien zu erneuern.

6. August 2010 - 18.00 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010



123recht.net ist Rechtspartner von:

328367
registrierte
Nutzer

durchschnittl. Bewertung

94213
beantwortete Fragen
16
Anwälte jetzt
online
Quickie! Ihre Meinung zählt.
Kritik an Wulff ebbt nicht ab - Soll er als Bundespräsident zurücktreten oder bleiben?

 Bleiben
 Zurücktreten
 Mir egal