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Albtraum Viag Interkom

9.3.2002 Thema abonnieren
 Von 
Daniel Heß
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Albtraum Viag Interkom

Hallo zusammen,
bereits vor Weihnachten entschied ich mich meinen VIAG Interkom Vertrag zu verlängern. Ich war bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich mit VI sehr zufrieden und wollte die Möglichkeit nutzen, 3 Monate vor Vertragsablauf ein neues Händi zu bekommen.

Auf meine telefonische Anfrage bei der "Verlängerungshotline" versprach man mir, mir "innerhalb der der nächsten Tage" die entsprechenden Unterlagen zuzusenden. Nach dem diese Tage vergangen waren, fragte ich am 29. Dezember erstmalig nach, wo denn die versprochenen Unterlagen blieben. Dies durfte ich noch einige Male wiederholen, bis mich die Unterlagen dann am 23.01.2002 endlich erreichten. Meine sofortige Antwort per Telefax am 24.01.2002 verschwand auf ebenso mysteriöse Weise, wie zuvor die angeforderten Unterlagen. Also schickte ich die Unterlagen am 07.02.2002 nochmal los. Den Eingang dieses Schreibens konnte man mir bis zum 13.02.2002 auch nicht bestätigen.

Aber es kommt noch besser: Quasi zeitgleich mit dem verschleppen der Verlängerung begann VI nämlich mit dem stufenweisen einstellen des Dienstes! Seit dem 3.02.2002 funktioniert die Datenverbindung über GOINET (464638) nicht mehr. Nach täglichen Anrufen über einen Zeitraum von fast zwei Wochen bei der Kundenhotline, deren Antworten von größtem Unwissen und Inkompetenz zeugten (man kennt dort weder den Unterschied zwischen GSM und GPRS, noch den zwischen Internet und WAP) und diversen daraus resultierenden Einwahlversuchen auf meine Kosten, bat ich um den Rückruf eines Technikers, um das Problem einkreisen zu können. Ich brauche mein Telefon (und insbesondere den mobilen Zugriff auf Internet/Email) nämlich dienstlich und war daher an einer schnellen Lösung interessiert.

Diese Probleme und die laxe Abwicklung der Vertragsverlängerung waren jedenfalls Grund genug, mich nicht noch weitere zwei Jahre an diesen Anbieter zu binden. Also: Kündigung zum 29.04.2002 mit schriftlichem Hinweis auf die bestehenden Probleme bei der Datenverbindung. Diese wurde mir am 14.02.2002 auch schriftlich bestätigt.

Die Geschichte mit der Datenverbindung wollte ich aber nicht auf sich beruhen lassen, immerhin sind mir durch die mißglückten Einwahlen Kosten entstanden, auf denen ich nicht sitzen bleiben will und außerdem brauchte ich die Datenverbindung dringend bis zum 25.02.2002. Also: Noch ein Fax mit Fristsetzung bis zum 25.02.2002 um den Fehler aus der Welt zu schaffen. Keine Reaktion seitens Interkom!

Daraufhin habe ich dann am 26.02.2002 die fristlose Kündigung geschickt. Dieser wurde gleich zweifach (beide Briefe mit Datum 26.02.2002) schriftlich widersprochen:

1.Brief: "Vorzeitige Kündigung nicht möglich". Dort beruft sich VI auf die Vertragslaufzeit von 24 Monaten und bietet die Umstellung auf Genion City an. Das ganze ist ein 08/15-Standardschreiben.

2.Brief: "Kündigungseingang nicht fristgerecht". Vertrag verlängert sich um 12 Monate. Ich soll also eine "fristlose Kündigung" fristgerecht schicken???
Naja, mir ja egal, denn die fristgerechte Kündigung hatten sie ja bereits am 14.02.2002 schriftlich akzeptiert.

Ich bestehe aber auf die fristlose Kündigung und lasse VI das auch mit Schreiben vom 01.03.2002 wissen. Darüberhinaus weise ich auf die schriflich bestätigte Kündigung zum 29.04.2002 hin und mache meinem Ärger über die offenkundige Schlamperei Luft. Ich beschwere mich darüber daß man meine Gründe offenbar nicht ernst nimmt und versucht mich mit Standard-Formbriefen abzuspeisen.

Heute: Schreiben von VI, indem sie sich für meine "engagierte Kritik an [der] Kundenbetreuung" bedanken, sich für die Störung entschuldigen und "auf Kulanzbasis" ein Gesprächsguthaben von 15€ anbieten. Dies ist im übrigen das erste Schreiben von VI, daß eine Unterschrift trägt. Leider kein Wort bezüglich meiner Kündigung. Also bemühe ich mal wieder die Kundenhotline um mich mit Herrn Greve (der das Schreiben unterschrieben hat) verbinden zu lassen. Ich will die Angelegenheit und den Status der Kündigung in einem persönlichen Gespräch klären. Das ist natürlich nicht möglich, da Herr Greve als Leiter des Kundenservices für Kunden natürlich nicht zu sprechen ist. Darüberhinaus kann die Hotline meine Anfrage natürlich auch nicht aufnehmen oder einen Blick in mein Kundenkonto werfen, weil die dazu erforderliche Datenbank mal wieder nicht funktioniert. (Das war bei meinen häufigen Anrufen in den letzten 2 Monaten in 50% der Fälle so, und kommt offenbar so oft vor, daß man schon eine entsprechende Ansage in die Warteschleifenmelodie eingebaut hat!!!)

Ich soll also meine Beschwerde mal wieder schriftlich formulieren. Bloß werde ich das Gefühl nicht los, daß meine Briefe da keiner liest oder versteht! In keinem einzigen Antwortschreiben geht man auf meine Gründe oder meine Verärgerung ein. Es werden keine Vorschläge zur Lösung gemacht und man unternimmt auch nicht den Versuch mich telefonisch zu erreichen.

Mittlerweile habe ich mir eine Karte eines anderen Betreibers besorgt, um wenigstens ein funktionierendes Telefon zu haben. Die Viag Karte brauch ich da natürlich nicht mehr und bestehe deshalb natürlich auf der fristlosen Kündigung.

Und was mach ich nu???

Grüße,

Daniel

--
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