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Ärger mit der Rechtsschutzversicherung!

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Ärger mit der Rechtsschutzversicherung!

Würde gerne wissen, ob jemand Erfahrungen mit einem änlichen Fall gemacht hat:

Meiner Frau wurde die Verlängerung ihres Arbeitsvertrages angeboten, allerdings mit rechtswidrigen Passagen. Dies haben wir zwar im Vorfeld im Internet recherchiert, wollten unsere Ergebnisse nun aber von einem Fachanwalt bestätigt haben und erfahren, welche Konsequenzen die Unterschrift unter den rechtswidrigen Vertrag haben würde.

Da wir bis dato noch nie einen Schadensfall hatten, war eine unserer ersten Fragen beim Anwalt, ob wir die RSV im Vorfeld um eine Deckungszusage hätten bitten sollen. Unser Anwald verneinte dies, er würde sich um alles nötige kümmern. Das Gespräch endete mit dem Ergebnis wie wir es im Internet recherchiert hatten. Der Anwalt riet meiner Frau den Vertrag dennoch zu unterschreiben, die rechtswidrigen Passagen könnten bei Bedarf angefochten werden.

Und nun kommst: Die RSV weigert sich die Kosten für die Beratung zu übernehmen. Man argumentiert wörtlich folgendermaßen:
1. Meine Frau wäre nicht gezwungen gewesen, den Vertrag zu unteschreiben. Demnach gäbe es auch keinen Schadensfall.
2. Sie hätte zuerst den Vertrag unteschreiben sollen und dann den Anwalt um Rat fragen sollen. So sei es nur eine vorsorgliche Beratung gewesen und die sei nicht gedeckt.

Das kann es doch nicht sein! Zuerst den Vertrag unterschreiben und dann nach den Konsequenzen fragen? So etwas ist nicht nur absurd, sondern kommt der Versicherung wahrscheinlich auch noch teurer, wenn man dann alles einklagen muß!

Wir haben mittlerweile einen Ombudsmann eingeschaltet und hoffen auf gute Nachricht. Würde mich zu Meinungen zum Fall selbst und zu Erfahrung mit so einem Ombudsmann-Verfahren sehr freuen. Danke!


von normi am 16.12.2005 01:00
Status: Tao (6606 Beiträge)
Userwertung:  1,5  von 5 (von 81 User(n) bewertet)

Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 19 weitere Beiträge zum Thema "Ärger".


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>Ärger mit der Rechtsschutzversicherung!
Ich fürchte, die Versicherung kommt mit ihren Argumenten durch. Ich kann verstehen, daß Sie sich darüber ärgern, weil die Regeklung in Ihrem Fall wirklich absurd ist.
Ich hatte auch schon viel Ärger mit rechtschutzversicherungen. Teilweise ist man sogar gezwungen, dem Gegner zugeständnisse im Rahmen eines Vergleichs zu machen, nur um im Rahmen der Vorgaben der Versicherung zu bleiben. Insbesondere bei der Problematik Vergleich - Gerichtskosten usw. kommt das immer wieder vor.

Bei den Versicherungen sitzen Leute, die Stur nach Ihren Vorgaben und ihrem Regelwerk vorgehen, die aber auch nicht mal ansatzweise ein Fingerspitzengefühl dafür haben, was wirtschaftlich sinnvoll ist, und was nicht.

Tut mir leid, Ihnen nichts besseres sagen zu können, aber ich fürchte die Argumentation der Rechtschutz ist rechtens, wenn auch nicht nachvollziehbar.

-----------------
"justice"


von justice005 am 16.12.2005 09:01
Status: Tao (9652 Beiträge)
Userwertung:  2,8  von 5 (von 250 User(n) bewertet)

>Ärger mit der Rechtsschutzversicherung!
Vieleicht noch ein Tip:

Nach der Abwicklung eines Versicherungsfalles (auch bei der ABlehnung der Übernahme) müsste ein Sonderkündigungsrecht bestehen....

Gruß



von Michael32 am 16.12.2005 11:03
Status: Tao (5721 Beiträge)
Userwertung:  3,2  von 5 (von 73 User(n) bewertet)

>Ärger mit der Rechtsschutzversicherung!
leider gibt es bei der ablehnung kein sonderkündigungsrecht...
ausserdem habe ich schon veträge gesehn in denen es ein sonderkündigungsrecht nur nach der zweiten regulierung im gleichem jahr, gab. ich würde aber trotzdem überlegen den versicherer zu wechseln
gruss,
kristiajn


von KristijanM am 16.12.2005 11:16
Status: Unsterblich (1157 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Ärger mit der Rechtsschutzversicherung!
Das wird im Ergebnis nicht bringen. Die Regelungen sind überall gleich, ebenso wie die unflexible Anwendung dieser regeln.

-----------------
"justice"


von justice005 am 16.12.2005 11:20
Status: Tao (9652 Beiträge)
Userwertung:  2,8  von 5 (von 250 User(n) bewertet)

>Ärger mit der Rechtsschutzversicherung!
Also ich weis es von unserer Haftpflicht, da ist es so, daß nach einem Schadensfall ein Kündigungsrecht besteht (Ob geregelt oder abgelehnt ist egal)

Muss man halt in den AGBs mal schaun.



von Michael32 am 16.12.2005 11:20
Status: Tao (5721 Beiträge)
Userwertung:  3,2  von 5 (von 73 User(n) bewertet)

>Ärger mit der Rechtsschutzversicherung!
schau mal hier
http://www.advocard.de/internet/advocard/advocard.nsf/vwfiles/arb/$file/arb2005.pdf/
§ 13
gruss,
kristijan


von KristijanM am 16.12.2005 12:22
Status: Unsterblich (1157 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Ärger mit der Rechtsschutzversicherung!
Danke für die vielen netten Beiträge. Wir hoffen halt noch auf den Ombudsmann, der bisher sehr zuvorkommend war. Hat das Sinn, gibt es da irgendwelche Erfahrungswerte?

Im übrigen haben wir die Versicherung bereits gekündigt und uns eine neue gesucht. der alte Vertarg läuft noch einen Monat. Es paßt auch ins Bild der Versicherung, daß sie uns trotz zweifacherm Kündigungfax und Bitten keine Kündigungsbestätigung zugeschickt hat. Die stellen sich seit 2 Monaten tot.

Wie sieht es denn mit dem Verhalten des Anwalts aus, den wir im übrigen sonst empfehlen können. Ein sympathischer Mensch. Er hat uns vor dem Gespräch kipp und klar geagt, es ei nicht notwendig, die Versicherung im Vorfeld zu informieren, obwohl er die Versichrungpolice vor sich hatte. ist das nicht eine klare Fehlberatung? Auf Nachrfage, versucht er sich bisher auf freundliche Weise ein wenig aus der Verantwortung zu ziehen. So hätte er das ja gar nicht gesagt!


von normi am 16.12.2005 13:06
Status: Tao (6606 Beiträge)
Userwertung:  1,5  von 5 (von 81 User(n) bewertet)

>Ärger mit der Rechtsschutzversicherung!
Das wird Ihnen zukünftig bei jeder anderen Versicherung auch passieren.

Die Satzungen der Versicherungen besagen, dass bei Eintritt eines Versicherungsfalles ERST Deckungszusage eingeholt werden muss.

In Zukunft sollten Sie also erst Ihre Versicherung über ein bestehendes Problem informieren, bei welchem Deckung notwendig wäre und dann zu einem Anwalt gehen.

Es kann dann dieses Problem nicht auftauchen.

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"Eigentlich bin ich ganz lieb, manchmal!"


von murgab123 am 16.12.2005 13:21
Status: Unsterblich (3023 Beiträge)
Userwertung:  3,0  von 5 (von 3 User(n) bewertet)

>Ärger mit der Rechtsschutzversicherung!
Nachtrag:

Habe mir den Vertragstext unter dem angegbenen Link angeschaut. Ist in der Tat unserem Vertrag verdammt ähnlich. Entscheiden ist der Punkt §4(1)c). Wir sind halt der Ansicht, daß der Verstoß gegen Rechtspflichten mit der Vorlage des Verlängerungangebots mit den unzulässigen Passagen gegeben war.

@murgab
Aber das heist, daß der Anwalt uns falsch beraten hat und mit in die Verantwortung gezogen werden kann! Oder?

-- Editiert von normi am 16.12.2005 13:23:32


von normi am 16.12.2005 13:21
Status: Tao (6606 Beiträge)
Userwertung:  1,5  von 5 (von 81 User(n) bewertet)

>Ärger mit der Rechtsschutzversicherung!
warum ist denn jetzt schon wieder der versicherer schuld ?

der anwalt hat diese dinge täglich und sollte aus der praxis wann beratungen, familienecht, erbrecht etc. versichert sind.

außerdem hat jeder rs-versicherer eine hotline, da kann vorher angefragt werden ob oder ob nicht.

sorry aber dem versicherer trift hier keine schuld, er hat bedingungsgemäß gehandelt.

stundenlang im internet recherchieren aber nicht einmal zwei minuten bei der hotline anrufen, warum nur ? und dann auch noch wegen kleinkram (50-75 euronen sone beratung) den ombudsman anrufen, ihr seid schuld wenn es den bald nicht mehr gibt.

gruß mF


von BigMikeOWL am 16.12.2005 13:34
Status: Unsterblich (2680 Beiträge)
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