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Ärger mit Afa - Verfügbarkeit

9.1.2013 Thema abonnieren Zum Thema: AfA
 Von 
zaubermaus123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)
Ärger mit Afa - Verfügbarkeit

Ich bin neu in diesem Forum und habe versucht, mich durch alle Beiträge durchzuarbeiten, um Antwort auf mein Problem zu bekommen. Dies ist mir leider nicht so ganz gelungen, daher hoffe und bitte ich um Eure Hilfe:

bin vom Krankengeld seit 13.12.2012 ausgesteuert, in ungekündigtem Arbeitsverhältnis, EM-Rentenantrag abgelehnt und Widerspruch eingelegt.

Jetzt habe ich ALG 1 beantragt. Dies wurde mit Bescheid vom 3.12.2012 nach §136 SGB III (früher §117) genehmigt (leider nicht nach §145 (früher §125) mit fiktivem Arbeitsentgelt. Gesundheitsfragebogen, ärzt. Berichte usw. habe ich abgegeben.

Gestern war ich nun beim Gespräch zur Erörterung des Gutachten der AfA nach Aktenlage:

bin mit etlichen Einschränkungen für über 6 Std arbeitsfähig beurteilt (vorläufig, unter Berücksichtigung der noch nicht getroffen Entscheidung der DRV).

Der SB war sehr freundlich, hat mir erklärt, dass er dies alles auch für Quatsch hält, aber er hat seine Vorschriften. Ich muß eine "Eingliederungsvereinbarung" unterschreiben, in der als Ziel "Bezug von EM-Rente" steht und als nächster Termin beim SB 8.7.2013 vermerkt ist.

Soweit so gut. Diese Vereinbarung habe ich unterschrieben. Aber ich soll auch eine "Erklärung zur Verfügbarkeit" unterschreiben, in der ich mich u.a.

- unter Berücksichtigung dieses Gutachtens mit einer wöchentl. Arbeitszeit von 40 Std. dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stelle
- ich mich um Beschäftigung bemühe
- ich bereit bin, jede angebotene Beschäftigung anzunehmen, die nach dem Gutachten meiner Leistungsfähigkeit entspricht-
- ich den Erfolg einer Bewerbung nicht vereiteln darf, indem ich mich z.B. beim Vorstellungsgespräch auf meine gesundheitlichen Einschränkungen berufe. Ich muss den Arbeitgeber ggf. darauf hinweisen, dass ärztlich festgestellt wurde, dass ich die Beschäftigung trotz meiner Einschränkungen ausüben kann.

Auf die Frage beim SB, was das soll, da dies ja meinem Rentenantrag widerspricht und es eine Lüge wäre, dies zu unterschreiben und ich dies nicht leisten kann bekam ich die Antwort, ich hätte recht, aber ohne Unterschrift gibt es kein ALG 1.

Nun meine Frage und die Bitte um Hilfe:
- hat jemand so eine Erklärung schon einmal unterschrieben (für mich grenzt dies an Nötigung
-welche negativen Auswirkungen hätte ich bei und ohne Unterschrift
- ich bekomme doch schon ALG1, dann die AfA mir dies wieder streitig machen.

Bitte helft mir, ich weiss nicht mehr weiter.

Vielen DANK!!!!!



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AfA


1 Antwort
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#1
 Von 
Miramar123
Status:
Schüler
(224 Beiträge, 85x hilfreich)

Ich würde zuerst mal gegen die Festsetzung der Arbeitsfähigkeit Widerspruch einlegen, damit Sie von einem entsprechenden Gutachter begutachtet werden, ggf. mit ärztlichen Attesten untermauern.

Entweder Sie sind Arbeitsunfähig, dann würde das ALG im Falle einer festgestellten Arbeitsunfähigkeit weitergezahlt bis die Rente durch ist, oder Sie sind arbeitsfähig .. im letzteren Falle kann das aber dem Rentenantrag schaden, denn sogar ein Gericht befand mit dem Leitsatz "Wer arbeitet, ist nicht Rentenberechtigt" ( leider hab ich diese Entscheidung grade nicht parat ).

Wenn Sie also eine Arbeit aufnehmen, dann beweisen Sie faktisch Ihre Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit.

Die negativen Auswirkungen bei Unterschrift liegen im Grunde offensichtlich vor Ihnen:

Sie müssen sich dann an die von Ihnen unterschriebenen und damit aktzeptierten Regeln und Forderungen halten, ansonsten drohen Sanktionen. Was der SB jetzt sagt und was später dann passiert sind leider zwei Paar Schuhe

Viele Grüße von Mira



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-- Editiert Miramar123 am 09.01.2013 19:16

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Unter welchen Vorraussetzungen erhalte ich Arbeitslosengeld (ALG I)?
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