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Abschleppen

7.1.2004 Thema abonnieren Zum Thema: Abschleppen
 Von 
kobold
Status:
Schüler
(320 Beiträge, 24x hilfreich)
Abschleppen

Theorie : Ehemaliger und nun umgewidmeter Militärflughafen. Per dato mit zivilrechtlicher Nutzung. Zwei Parkplätze mit insgesamt 2000 Stellplätzen. Am Wochenende Gaffer. Stau, Falschparken, Behinderungen.
Falls der Flughafenbetreiber als Eigentümer des Geländes an der Einfahrt des Geländes deutlich ausschildert : "Parken nur auf den dafür vorgesehenen gekennzeichneten Flächen erlaubt. Falschparker werden kostenpflichtig abgeschleppt." ...darf dieser dann falsch parkende Fahrzeuge umsetzen lassen ?
Wenn man nun selber als Umsetzer tätig werden will und dies nach Rücksprache mit dem Flughafenbetreiber auch abgesegnet ist : Darf man einfach mittels geeignetem Gerät die Falschparker umsetzen und dafür eine angemessene Gebühr (180 v.H. des Tagesparktarifs) einfordern ?
Die Umsetzung soll in eine gesicherte und überwachte Halle erfolgen.
Mercí,
Andreas


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"www.bulkens.info"

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Abschleppen


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
py27
Status:
Beginner
(65 Beiträge, 4x hilfreich)

irgendwas verstehe ich da nicht richtig. Umsetzten ist doch noch viel harmloser als das angedrohte Abschleppen - in das "als Vetragsbediengung" jeder Parker doch quasi automatisch mit der Aktion Parken einstimmt?! ,,, denke ich mal ...

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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(27812 Beiträge, 8323x hilfreich)

Soweit mir bekannt ist, darf man das ganze schon machen. Du solltest aber vom Geschädigten (Flughafenbetreiber, Grundstücksbesitzer) dafür einen konkreten Auftrag haben oder selbst "Geschädigter" sein. Ein Einverständnis alleine reicht eventuell nicht.

Wenn der Abgeschleppte jedoch nicht bezahlen will, muss man jedoch die entsprechenden zivilrechtlichen Schritte einleiten (Mahnbescheid etc.).

Man darf nicht den PKW als Pfand behalten, also nur gegen Bezahlung der Gebühr wieder herausrücken.

Im privaten Bereich wird deshalb so selten tatsächlich abgeschleppt, weil der damit möglicherweise verbundene Ärger und der Aufwand in keinem Verhältnis zum Erfolg steht.

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#3
 Von 
kobold
Status:
Schüler
(320 Beiträge, 24x hilfreich)

Danke für die Antworten, die Rechtlage wird auch unter http://www.verkehrsportal.de/verkehrsrecht/abschleppen.php?output=text gut dargestellt.
Um die Lage exakter zu schildern : Bei dem Flughafen handelt es sich um ein Gelände in unmittelbarer Nähe zur niederländischen Grenze. Gut 3/4 der Sparparker sind Niederländer...wie sieht es da mit Sicherheitsleistungen aus ?
Wegen der Schuldeintreibung sehe ich nicht so schwarz, denn wir beabsichtigen im zwischen uns und dem Airport zu schließenden Vertrag lediglich einen festen Betrag pro umgesetztem Fahrzeug zu erheben.
Um den Gebühreneinzug darf sich gerne der Auftraggeber kümmern :)
Es geht hier nicht um Willkür oder Geiz, sondern wirklich um die Behebung massiver Verkehrsprobleme.
Natürlich wollen wir nicht umsonst arbeiten, aber eine goldene Nase werden wir uns wohl kaum verdienen...soll auch nur ein Zubrot sein...
Haltet Ihr es für fair, bei einer Tagesparkpauschale von 30,-€ die Umsetzungskosten mit 55,-€ zu beziffern ?
MfG,
Andreas

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#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(27812 Beiträge, 8323x hilfreich)

Es gibt keine Abhängigkeit zwischen den Parkgebühren und Umsetzungs- oder Abschleppkosten.

Die Kosten müssen für die damit verbundene Leistung (Abschleppen) angemessen sein. Da Abschleppkosten wg. Falschparken in der Regel höher sind, als Deine Pauschale, denke ich, dass 55 EUR ok. sind.

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