Aborigines stoppen Ausbau einer der größten Zinkminen der Welt
AFP VOM 17.12.2008 | Nachrichten - Nachrichten | 2815 Aufrufe Mehr zum Thema:Aborigines, Xstrata, Zinkmine
Australische Ureinwohner haben vor Gericht die Pläne des britisch-schweizerischen Konzerns Xstrata für den Ausbau einer der größten Zinkminen der Welt gestoppt. Ein Bundesgericht in Sydney urteilte am Mittwoch, dass die australische Regierung die Verfahrensregeln missachtet habe, als sie das umgerechnet 53 Millionen Euro teure Projekt am McArthur-Fluss im Norden Australiens Ende 2006 billigte. Die Aborigines hatten sich gegen die Umleitung des Flusses durch Xstrata gewehrt.
Xstrata hat nach Berichten des australischen Rundfunks bereits mehrere Kilometer des McArthur-Flusses umleiten lassen, um die unterirdische Mine zu einem Tagebau zu erweitern. "Wir brauchen unseren Fluss wieder. Wir wissen nicht, wie sie das anstellen werden. Aber sie haben ihn umgeleitet, das können sie auch wieder rückgängig machen", sagte Aborigine-Vertreter Archie Harvey. Die Ureinwohner verlangten von Xstrata die Aufnahme von Verhandlungen über ein Abkommen, das unter anderem eine Entschädigung und Jobmöglichkeiten für Aborigines festlegen soll.
Ein Sprecher des Industrieverbandes Northern Territory Resources Council nannte das Urteil einen "schrecklichen Rückschlag" für die australische Minenindustrie. Die Entscheidung gefährde die wirtschaftliche Entwicklung in entlegenen Gebieten des Landes.
17. Dezember 2008 - 14.50 Uhr
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