Abmahnung der Rechtsanwälte U + C für die Koch Media GmbH – „Risen“

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Abmahnung der Rechtsanwälte U + C für die Koch Media GmbH – „Risen“

Wie wir an dieser Stelle bereits berichteten, mahnt die Kanzlei U + C aktuell auch im Auftrag der Koch Media GmbH vermeintliche Urheberrechtsverletzungen in Filesharing-Netzwerken ab. Gegenstand der kostenpflichtigen Abmahnungen ist unter anderem das im Oktober erschienene PC-Rollenspiel „Risen" .

Die streitgegenständliche Software soll von den betroffenen Anschlussinhabern ohne Zustimmung der Koch Media GmbH in Tauschbörsen wie „eKad" oder „BitTorrent" einer Vielzahl anderer Nutzer zum Download angeboten worden sein. Darin sei ein öffentliches Zugänglichmachen nach §19a UrhG zu sehen. Aus dieser Rechtsverletzung machen die U + C Rechtsanwälte Ansprüche auf Schadensersatz, Kostenerstattung und Unterlassung geltend. Die angebliche Rechtsverletzung soll durch die Copy Right Solutions GmbH mit Sitz in der Schweiz festgestellt und dokumentiert worden sein. Diese will nach den Angaben auf ihrer Webseite die „Bestrafung von Piraten" erreichen.

Der Gegenstandswert mit von der Kanzlei U + C auf EUR 25.000 beziffert. Die sich daraus ergebenden Rechtsanwaltskosten seien deutlich höher als die zur Abgeltung der Angelegenheit geforderten EUR 650. Daneben wird die Abgabe einer beigefügten strafbewehrten Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung gefordert.

Für die Erfüllung der Zahlungsforderung und die Abgabe der Unterlassungserklärung wird eine knapp bemessene Frist gesetzt, bei deren fruchtlosem Ablauf die gerichtliche Geltendmachung der bezeichneten Ansprüche in Aussicht gestellt wird. Der von den U + C Rechtsanwälten angesetzte Streitwert ist in der gerichtlichen Praxis durchaus realistisch. Es ist daher dringend zu empfehlen, bereits in einer außergerichtlichen Auseinandersetzung eine interessengerechte Lösung zu suchen. Nach unserer Erfahrung ist dies in vielen Fällen auch möglich.

Keinesfalls sollte die Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung in der verwendeten Fassung unterzeichnet werden. Andernfalls werden die Verletzungshandlung und sämtliche geltend gemachten Ansprüche anerkannt. Dieses faktische Schuldanerkenntnis kann unter Umständen eine 30jährige Bindung begründen.

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