Abmahnung der Kanzlei Negele, Zimmel, Greuter, Beller für die DBM-Videovertrieb GmbH

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Abmahnung der Kanzlei Negele, Zimmel, Greuter, Beller für die DBM-Videovertrieb GmbH

Neben der Musik- hat auch die Filmindustrie ein erhebliches Interesse daran, die unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke über Filesharing-Systeme wie eDonkey, eMule oder BitTorrent zu unterbinden.

Dabei greift die Branche auf die gleichen Mittel zurück: Anwaltskanzleien mahnen im Auftrag der Rechteinhaber massenhaft Nutzer von Internet-Tauschbörsen wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen ab.

Die mit den Abmahnungen verbundenen Schadensersatzforderungen betragen dabei derzeit etwas mehr als EUR 700. Daneben wird die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung gefordert. Bei Zuwiderhandlungen drohen teilweise empfindliche Vertragsstrafen.

Das Anbieten geschützter Titel in peer-to-peer Netzwerken ohne Einwilligung des Rechteinhabers stellt grundsätzlich einen Verstoß gegen §19a UrhG dar.

Der Download einer entsprechenden Datei kann gegen §16 UrhG verstoßen und unter Umständen eine Strafbarkeit nach §106 I UrhG begründen.

Zu beobachten ist in der jüngsten Vergangenheit, dass insbesondere die Pornoindustrie auf dem Abmahnsektor tätig wird.

Neben den Filmherstellern selbst agieren hier auch Unternehmen, die sich die Nutzungs- und Verwertungsrechte übertragen lassen und im eigenen Namen Urheberrechtsverletzungen geltend machen.

Die besondere Brisanz besteht darin, dass das öffentliche Zugänglichmachen pornographischer Schriften (womit auch und vor allem Filme erfasst sind), z.B. durch Anbieten in Tauschbörsen, unter Umständen den Straftatbestand des §184 I StGB erfüllt.

Sollten auch Sie eine Abmahnung der Augsburger Kanzlei Negele.Zimmel.Greuter.Beller erhalten haben, raten wir Ihnen umgehend fachkundigen anwaltlichen Rat einzuholen. Das gilt auch und gerade dann, wenn Sie sich in gewisser Weise mit dem Vorwurf identifizieren können.

Richtig ist nämlich, dass ein Verstreichenlassen der Ihnen gesetzten Frist tatsächlich zu einem kostspieligen gerichtlichen Verfahren führen kann. Allerdings ist das unterbreitete Angebot oftmals für die Gegenseite günstig verfasst, so dass Sie durch ein vorbehaltloses Annehmen des Vergleichs dazu führen kann, dass Sie sich im weiteren Verfahren eigener Rechte begeben, was u.U. wesentlich mehr Geld kosten kann als die im Schreiben geforderten EUR 720,00.

Hier ist es in jedem Fall ratsam einen Anwalt zu Rate zu ziehen, der Ihren konkreten Fall auf seine Schlüssigkeit hin untersucht um an Hand der gewonnenen Erkenntnisse eine für Sie optimale Verteidigungsstrategie zu entwickeln.

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