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Abgelehnte Berufsunfallrente Berufsgenossenschaft

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Abgelehnte Berufsunfallrente Berufsgenossenschaft

Hallo Forum,

ich muss jetzt mal eine Frage loswerden die meinen Vater betrifft.
Ich wusste nicht in welches Forum ich dies jetzt genau packen soll, wenn es falsch ist bitte verschieben.

Und zwar geht es um einen Arbeitsunfall und darauf eine abgelehnte Berufsunfallrente von der Berufsgenossenschaft.

Mein Vater war von 1982 an selbstständig, am 14. April 2002 ist mein Vater beim transportieren eines Blechs auf einer Rampe weggerutscht, die Rampe hatte an den Seiten eine Kante. Auf diese ist er mit den Rücken draufgeknallt. Das Blech hatte er vom Wagen ins Haus getragen, im Haus dann saubergemacht und beim raustragen ist der Unfall passiert.

Nach 4 Tagen ist er beim Haare waschen an der Badewanne nicht mehr hochgekommen und ist daraufhin zum Arzt. Er wurde dann in die Röhre geschickt (MRT) Untersuchung.
Dabei wurde festgestellt, dass der 3. Lendenwirbel angebrochen und der 4. Lendenwirbel verschoben ist und aufs Rückenmark drückt. Gegen die starken Schmerzen gab es starkes Schmerzmittel und es sollte heilen. Es setzte aber keine Heilung ein und er kam nochmal in die Röhre, da wurden dann Metastasen festgestellt. Bei der ersten Untersuchen waren keine Metastasen da. Die Bilder der ersten Untersuchungen wurden nochmal im Augenschein genommen und es wurde keine Metastasen gesehen. Durch die Metastasen heilten die Verletzungen nicht.

Weil bei der 2. MRT Metastasen festgestellt wurden, wurde noch ein CT gemacht wobei dann ein Nierentumor festgestellt wurde, obwohl 14 Tage zuvor bei einer Urologischen Untersuchung, wobei auch die Nieren getestet wurden per Ultraschall, nichts festgestellt wurde.

Jetzt nimmt er seit 2003 Morphium und ist zu 100% Gehbehindert.


Blöde wie er war hatte er den Unfall bei der Berufsgenossenschaft erst 1 Jahr später gemacht. Weil ein Arzt ihm darauf ansprach da es ja bei der Arbeit passierte.

Die Berufsgenossenschaft verweigerte die Zahlung, durch eine Anwältin wurde dann eine Klage beim Sozialgericht Hannover eingereicht. Die Rechtsanwältin nahm den Termin ohne meinen Vater war, die Anwältin meinte zu meinem Vater "Den Richter in Hannover kenne ich, der lehnt das sowieso ab, wir müssen vor das Landessozialgericht in Celle da bekommen wir unser Recht."

Dieser Termin lies wieder 1 1/2 Jahre auf sich warten. So schleppte sich diese Angelegenheit durch das Jahrzehnt. Das Landessozialgericht schloss sich dem Urteil des Sozialgerichts aus Hannover an. Daraufhin reichte die Anwältin beim Bundessozialgericht Widerspruch ein, dieser wurde abgelehnt wegen falscher Formulierung der Rechtsanwältin. Aber so nebenbei auch im Wortlaut hat dieses Gericht sich schon so geäußert, dass es sich dem Landessozialgericht anschließt.

Dadurch waren alle Instanzen ausgeschöpft und mein Vater erhält von der BG keine Unfallrente.

Die Gerichte haben nicht einmal Zeugen geladen, die haben sich nur auf EIN Gutachten eines Professors, der die Untersuchung nicht mal selbst durchführte sondern einen Oberarzt damit beauftragte, berufen. Dieser Oberarzt hat in einer 5 minütigen (mit an- und ausziehen) Untersuchung ein Gutachten erstellt was vorne und hinten nicht hinkommt.

Hier einige Aussagen vom Sozialgericht Hannover:

"Der angeschuldigte Vorfall sei nicht geeignet gewesen, eine unfallbedingte Schädigung der Hinterkantenstruktur des 3. Lendenwirbels zu verursachen."

Andere Brechen sich doch auch den Arm wenn man unglücklich stürzt...

"Die vorhandenen krankhaften Veränderungen seien bereits soweit fortgeschritten, dass es nur eines geringfügigen Anlasses bedurft hatte, sie vortreten zu lassen.

Schwachsinn ich konnte mit meinem Vater davor noch Fußball und so spielen...

"Dieser Vorgang hätte sich so oder so ähnlich auch außerberuflich bzw. an jenem anderen beliebigen Ort einstellen können."

Ja hat es doch aber nicht...


Das Landessozialgericht hat es sogar geschafft die Ursachen um die Schädigung auszulösen in die Jugend zu schieben.

Also bitte... Als nächstes wird es darauf geschoben man habe sich als Embryo bei seiner Mutter im Bauch falsch gedreht.

Wofür schließt man denn sowas ab :/

Eine private Unfallversicherung hatte mein Vater logischerweise auch. Deren Gutachter es aber auch schaffte das diese Versicherung nicht zahlte. Obwohl drinne steht "Invalidität wird am 29.04.2003 bescheinigt. Ein Folgebericht des Hausarztes, xxx, liegt vom 24.10.2003 vor."

Ja... Meine Frage jetzt, was kann man noch tun? Kann man sich an das europäische Gericht für Menschenrechte wenden in Straßburg? Oder gibt es andere Möglichkeiten?

Danke schonmal an alle die hier helfen


von exeto am 02.07.2012 19:50
Status: Stift (35 Beiträge)
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