ABRECHNUNGSBETRUG - Abrechnungsbetrug durch Ärzte

Mehr zum Thema:

Medizinrecht, Arztrecht Rubrik, Abrechnungsbetrug

0 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
0

Jede Abrechnung eines Vertragsarztes wird bei der KV routinemäßig überprüft. Anhand von zahlreichen Kriterien wird in den KVen u.a. eine Plausibilitätsprüfung durchgeführt, die zu einem Anfangsverdacht auf Abrechnungsbetrug und zu einer weitergehenden Überprüfung des auffällig gewordenen Arztes führen kann.

Die Krankenversicherungen prüfen ebenfalls genau, ob ein Abrechnungsbetrug vorliegt. Auffällig gewordene Ärzte müssen nicht unbedingt in betrügerischer Absicht falsch abgerechnet haben, sondern u.U. wegen des komplexen und unübersichtlichen Regelwerks fehlerhaft. Erhärtet sich ein Verdacht auf Abrechnungsbetrug, werden die Staatsanwaltschaften verständigt und tätig.

Ulf S. Grambusch
seit 2005 bei
123recht.net
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Versicherungsrecht, Fachanwalt für Medizinrecht
50667 Köln
Krankenversicherung, Haftungsrecht der Ärzte, Produkthaftungsrecht, Medizinrecht

Greifen die Medien ein Ermittlungsverfahren im Bereich Abrechnungsbetrug auf, ist dem Arzt die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit gewiss. Nach Abschluss der Ermittlungen hinsichtlich der Frage, ob Abrechnungsbetrug tatsächlich gegeben ist, steht entweder eine Einstellung des Verfahrens mangels Tatverdachts, eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder eine Einstellung wegen geringer Schuld gegen Zahlung einer Geldauflage, der Erlass eines Strafbefehls oder sogar eine Anklage in Rede, die zu einem Strafprozess führt.

Das könnte Sie auch interessieren
Arzthaftungsrecht Geburtsschadensrecht Teil VI: