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63 Millionen Euro aus reiner Liebe

AFP VOM 29.6.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 638 Aufrufe
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Prozess um Erbe von Milliardärin Wang geht weiter

Die 2007 verstorbene Hongkonger Milliardärin Nina Wang hat dem Feng-Shui-Meister Tony Chan nach dessen eigenen Angaben "aus reiner Liebe" insgesamt 688 Millionen Hongkong-Dollar (etwa 63 Millionen Euro) geschenkt. Wang habe ihm den Betrag in drei Tranchen zwischen 2005 und 2006 überwiesen, weil sie ihn geliebt habe, sagte Chan am Montag vor einem Gericht in Hongkong aus. Die Gegenseite sah in den Überweisungen dagegen ein weiteres Indiz, dass Chan der damals schwerkranken Milliardärin vorgegaukelt hatte, ihr Leben mit Hilfe von Feng Shui und anderen Künsten verlängern zu können: 688 gilt als Glückszahl.

Wangs früherer Geliebter und die von ihren Geschwistern geleitete wohltätige Chinachem-Stiftung streiten sich derzeit um das Erbe der exzentrischen Milliardärin. Chan hatte nach dem Tod der einstmals reichsten Frau Asiens ein Testament aus dem Jahr 2006 vorgelegt, in dem sie ihm das gesamt Vermögen vermachte. Die Chinachem-Stiftung hält es für eine Fälschung.

Wang hatte gemeinsam mit ihrem Ehemann Teddy das Firmenimperium Chinachem aufgebaut, dem hunderte Immobilien und Unternehmen weltweit gehören. Ihr Mann wurde 1990 entführt und neun Jahre später für tot erklärt. Seine Frau setzte in einem langwierigen Verfahren ihre Besitzansprüche durch. Damals war ihr Schwiegervater überzeugt, dass sie das Testament ihres Mannes gefälscht hatte.

29. Juni 2009 - 16.45 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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