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§4 TSchG - Tötung von Wirbeltieren

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§4 TSchG - Tötung von Wirbeltieren

Hallo,

für manche eine abstruse Frage, aber in der Praxis nun mal ein vorkommendes Problem.

Im Paragraph 4 TSchG steht folgender Satz, den ich nicht ganz zu interpretieren weiß:
"(1) Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden. Ist die Tötung eines Wirbeltieres ohne Betäubung im Rahmen weidgerechter Ausübung der Jagd oder auf Grund anderer Rechtsvorschriften zulässig oder erfolgt sie im Rahmen zulässiger Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, so darf die Tötung nur vorgenommen werden, wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen. Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat."

Weiterhin wird bei erwerbsmäßiger Handlung von einem Sachkundenachweis gesprochen.

Was ist bei nicht-erwerbsmäßiger Handlung?

Wer bestimmt, wer diese "notwendigen Kenntnisse" hat und wie diese aussehen müssen? Gerade wenn bei nicht-erwerbsmäßiger Handlung KEIN Sachkundenachweis erforderlich zu sein scheint?

Hintergrund der Frage:
In der Reptilienhaltung werden viele Nagetiere (Maus, Ratte) vor der "Verfütterung" getötet, um somit bei der eigentlichen Fütterung Bissverletzungen bei den Reptilien zu vermeiden.
Meist mit einem gezieltem Schlag in den Nacken.

Ist dieses nun rechtswidrig oder nicht, bzw. wann wäre es rechtswidrig?

Wie gesagt, mag ein perverses Thema sein, aber in der Reptilienhaltung ein äusserst umstrittenes Thema, das eigentlich immer nur hinter vorgehaltenem Mund geredet wurde.

Ich hoffe, dass das kein zu heißes Eisen ist und jemand mir Auskunft geben kann.

Vielen Dank vorab.


von Mannie am 21.03.2006 11:53
Status: Praktikant (12 Beiträge)
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>§4 TSchG - Tötung von Wirbeltieren
Hi,
also, ich weiß. dass keinem lebenden Tier ohne ersichtlichen Grund Schmerzen zugefügt werden dürfen.
Es gibt allerdings 1000 Ausnahmen. Wenn wir überlegen, ist die Natur grausam (vom Menschen wollen wir mal hier nicht reden). Sprich:Schlange/ Spinne haben ein Recht auf artgerechte Haltung (Tierschutzgesetz)Das beinhaltet natürlich das Füttern von Lebend-Futter. Die Lebewesen in Form von Mäusen, Jungratten usw. sind nicht gesondert ausgezeichnet, d.h.du musst weiterhin deine Tiere versorgen. Ob das das Tierschutzgesetz (Verfütterung) oder das Gesetu für Haltung exotischer Tiere betrifft, musst du selbst entscheiden (Ist ja mit entsprechender Genehmigung erlaubt-Cites Nachweise
viele grüße
anja


von anja0901 am 25.03.2006 02:06
Status: Praktikant (14 Beiträge)
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