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Überhängende Äste

20.5.2002 Thema abonnieren
 Von 
hafri
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Überhängende Äste

Wir haben 2001 gebaut und unsere Nachbarin verklagt uns jetzt wegen abgeschnittener Äste auf ca. 10.000,-- € und einer Tanne die innen etwas dürr ist auf ca. 2.500,-- €.
Doch das ganze hatte einen schönen Anfang. Da das Grundstück auf dem wir einmal bauen wollten seit einigen Jahren stillgelegte Ackerfläche war, mussten wir viele Genehmigungen einhohlen um dort überhaupt bauen zu dürfen. Ein Architekt erstellte einige Pläne, die unsere Nachbarin alle anstandslos unterschrieb und noch ergänzte, da müsste noch ein Türchen in Ihren Gartenzaun, damit Sie schneller bei uns sein könne. Sie würde sich auch freuen so nette Nachbarn zu bekommen.
Die Pläne unterschrieb Sie alle in Ihrem Hause, wobei Sie jedes mal eine Flasche Wein oder ähnliches öffnete.
Auch zu unserer Beanstandung, dass die Äste der Bäume in Ihrem Garten in unser Grundstück ragen, sagte Sie nur: Wenn sie euch stören, dann schneidet sie doch ab.
Gesagt und getan. Für eine gute Nachbarschaft und um Ihr Arbeit zu ersparen schnitten wir einige Äste ab.
Als wir unsere Baugenehmigung bekamen teilten wir dies unserer Nachbarin natürlich mit, da wir dachten Sie würde sich mit uns freuen.
Doch das Gegenteil war der Fall. (was wir nicht wussten.) Sie zog sofort Ihre Unterschrift vom Plan zurück und suchte beim zuständigen Bauamt ca. 3 Stunden lang nach Fehlern in unserem Plan um die Genehmigung zu stoppen.
Dies gelang Ihr zum Glück nicht.
Ihr letzter Ausweg waren nun die Äste um uns zu schädigen. Gilt denn ein gesprochenes Wort nichts mehr?
Wer lässt sich so eine Aussage denn schriftlich geben! Noch dazu dass meine jetzige Nachbarin ja einmal meine Lehrerin war.
Einige Äste ragen auch jetzt, das heißt nach unserem Rückschnitt, noch ca. 4m auf unser Grundstück und stören uns sehr.
Was kann man machen und wer kann uns helfen?

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
sandra Güthling
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

hallo,

soweit ich weiß, gibt es ein Länderrecht in dem das Nachbarschaftsrecht geregelt ist. Bei mir ist das daß Niedersächsische Länderrecht.

Habt Ihr eurer Nachbarin denn eine Frist gesetzt in der Sie die Zweige selber beseitigen konnte??

Laut meinem Länderrecht hättet Ihr dieses tun müssen. erst dann hättet Ihr das Recht gehabt, die Zweige ab zu schneiden.

ich weiss ja nun nicht, ob es in eurem Länderrecht genauso geregelt ist.


Ich hoffe Ihr bekommt es mit Eurer nachbarin geregelt.

Ich wünsche euch alles Gute,

Sandra

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#2
 Von 
Nitz
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 4x hilfreich)

hat sie euch verklagt oder geht das über einen Anwalt??

Also es gibt ein Urteil:
Amtsgericht Würzburg, Az: 14 C 1507/00 :
Der Eigentümer eines Grundstückes hat es nicht hinzunehmen, dass Zweige eines Baumes von einem anderen Grundstück in sein Grundstück hineinragen. In diesem Fall kann der Eigentümer die herüberragenden Zweige abschneiden oder deren Beseitigung verlangen.

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