
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und der frühere Mannesmann-Chef Klaus Esser haben das Urteil im Mannesmann-Prozess trotz der aktienrechtlichen Vorwürfe ausdrücklich begrüßt. "Freispruch ist Freispruch", sagte Ackermann am Donnerstag nach der Urteilsverkündung vor Journalisten. Er zeigte sich erleichtert, dass das Gericht alle Fakten "so bestätigt" habe, "wie wir sie präsentiert haben". Die aktienrechtliche Bewertung der Anerkennungsprämien sei "eine ganz wichtige Frage", die aber von Rechtsexperten unterschiedlich beantwortet werde. Das Gericht hatte die Zahlungen in der Urteilsbegründung als nach dem Aktienrecht nicht zulässig bezeichnet. Ackermann betonte, hier müsse Klarheit geschaffen werden, weil die "Art, wie wir Geschäfte führen" sonst substanziell beeinflusst werde.
Als Mannesmann-Chef habe er sich "damals korrekt verhalten wollen, und ich habe mich damals auch völig korrekt verhalten", betonte Esser. Verlauf und Ergebnis des Prozesses hätten dies "ganz eindeutig bestätigt". Jetzt könne die "Rufschädigung, die natürlich eingetreten war", beendet werden, sagte der frühere Konzerchef. Die Freisprüche seien eine "ganz eindeutige Botschaft an alle, die Fall verfolgt haben".
22. Juli 2004 - 13.21 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2004
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