Finanzministerium: Kontrollen bei Société Générale haben versagt
AFP VOM 31.1.2008 | Nachrichten - International | 6965 Aufrufe Mehr zum Thema: Société, Générale, Jérôme, KervielBei den ungenehmigten Milliardenspekulationen eines Händlers der französischen Geschäftsbank Société Générale haben nach Einschätzung der Pariser Regierung die Kontrollen des Instituts versagt. "Einige Mechanismen der internen Kontrolle der Société Générale haben nicht funktioniert", sagte Finanzministerin Christine Lagarde, die am Montag einen Untersuchungsbericht ihres Hauses zu der Affäre vorlegte. "Und dort, wo sie funktionierten, folgten nicht immer geeignete Änderungen."
Die Société Générale ist wegen ungenehmigter Spekulationen ihres Händlers Jérôme Kerviel in Turbulenzen geraten. Das Institut musste Ende Januar deswegen 4,82 Milliarden Euro abschreiben. Angeblich hat die Bank mehrfach Hinweise auf eine mögliche Überschreitung der Limits ihres Händlers erhalten, der an den Kontrollen vorbei zuletzt mit einem Betrag von mehr als 50 Milliarden Euro spekulierte.
Lagarde betonte, ihre Untersuchung sei "kein Untersuchungsbericht". Der Hauptteil unterbreite Vorschläge, wie eine Affäre wie bei der Société Générale in Zukunft verhindert werden könne. In der Affäre um Kerviel ermittelt inzwischen auch die Börsenaufsicht und die Justiz.
4. Februar 2008 - 11.27 Uhr
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Seiten in diesem Artikel: Seite 1: Kerviel will Ende 2007 Milliarden-Buchgewinn gemacht habenSeite 2: Finanzministerium: Kontrollen bei Société Générale haben versagtSeite 3: Unicredit nicht an Société Générale interessiertSeite 4: Franzosen sehen in Händler Kerviel nicht Schuldigen der Bank-AffäreSeite 5: BNP Paribas prüft Übernahmeangebot für Société Générale


