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Zeitung: Finanzministerium wusste frühzeitig von BaFin-Affäre

AFP VOM 25.9.2006 | Nachrichten - Allgemein | 6500 Aufrufe
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Finanzaufsicht, BaFin, Sanio

Das Bundesfinanzministerium soll schon frühzeitig von Unregelmäßigkeiten in der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Kenntnis gehabt haben. Dies gehe aus einem Schreiben des Prüfungsamtes des Bundes in Koblenz vom 10. März 2004 hervor, berichtet die Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagsausgabe). Darin heiße es, das Bundesministerium der Finanzen habe "nachrichtlich einen Abdruck der Prüfungsmitteilung erhalten". Der zuständige Leiter des Referates für die Aufsicht der BaFin im Ministerium sei am Montag versetzt worden. Die Zeitung zitiert eine Ministeriumssprecherin, wonach nur die Arbeitsebene des Ressorts von dem Schreiben Kenntnis gehabt habe.

Das Düsseldorfer "Handelsblatt" hatte am Montag berichtet, das Bundesfinanzministerium wolle BaFin-Chef Jochen Sanio auf der für Dienstag angesetzten Sondersitzung des Verwaltungsrats nochmals die Entlastung für das Jahr 2005 verweigern. Damit steuere das Ministerium auf eine Konfrontation mit den Banken zu, die Sanio entlasten wollten. In zwei der Zeitung vorliegenden Gutachten werden Sanio persönliche Versäumnisse bei der Reform der internen Kontrollsysteme vorgeworfen.

26. September 2006 - 07.53 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2006




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