Unicredit nicht an Société Générale interessiert
AFP VOM 31.1.2008 | Nachrichten - International | 6962 Aufrufe Mehr zum Thema: Société, Générale, Jérôme, KervielSpekulationen zu Übernahme der französischen Bank
Die italienische HypoVereinsbank-Mutter Unicredit ist nicht an einer Übernahme der durch eine Spekulationsaffäre angeschlagenen französischen Société Générale interessiert. Hinter anderslautenden Gerüchten stecke nichts, sagte Unicredit-Chef Alessandro Profumo. In Kreisen der französischen Bank Crédit Agricole hieß es, sie beobachte die Lage, wolle die Société Générale aber "nicht angreifen". Die Zeitung "Les Echos" berichtet dagegen, die Crédit Agricole habe Berater engagiert, die sie bei einem möglichen Angebot für die Société Générale beraten sollten.
Die Société Générale ist wegen ungenehmigter Spekulationen ihres Händlers Jérôme Kerviel in Turbulenzen geraten. Das Institut musste deswegen 4,82 Milliarden Euro abschreiben. Hinzu kommen zwei Milliarden Euro Verlust als Folge der US-Immobilienkrise. Der französische Branchenprimus BNP Paribas hatte am Donnerstag erklärt, über eine Übernahme nachzudenken und darauf verwiesen, dass das alle Großbanken in Europa täten. Premierminister François Fillon sagte am Freitag zu dem Thema, die Regierung werde darüber wachen, dass die Wirtschaftsinteressen Frankreichs gewahrt blieben.
Am kommenden Freitag soll ein Haftprüfungsrichter entscheiden, ob der Händler Kerviel weiter auf freiem Fuß bleiben darf, wie die französische Justiz mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen Berufung eingelegt.
1. Februar 2008 - 16.34 Uhr
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Seiten in diesem Artikel: Seite 1: Kerviel will Ende 2007 Milliarden-Buchgewinn gemacht habenSeite 2: Finanzministerium: Kontrollen bei Société Générale haben versagtSeite 3: Unicredit nicht an Société Générale interessiertSeite 4: Franzosen sehen in Händler Kerviel nicht Schuldigen der Bank-AffäreSeite 5: BNP Paribas prüft Übernahmeangebot für Société Générale


