Die einzelnen Aufgabenbereiche
AFP VOM 11.8.2000 | Ratgeber - Familienrecht | 40153 Aufrufe Mehr zum Thema: Betreuung, BetreuungsrechtIst der Betreute beispielsweise erkrankt und muss sich einer ärztlichen Behandlung unterziehen, ist diese nur zulässig, wenn er nach umfassender Aufklärung einwilligt. Selbst wenn dem Betreuer die Aufgaben der Gesundheitsfürsorge zugewiesen sind, heißt das nicht, dass der Betreute für diesen Bereich generell einwilligungsunfähig ist.
Ein anderer wichtiger Entscheidungsbereich der Betreuung sind Angelegenheiten der Aufenthaltsbestimmung und Unterbringung .Mit Genehmigung des Vormundschaftsgerichts hat der Betreuer die Möglichkeit, den Betreuten in einem psychiatrischen Krankenhaus oder einer geschlossenen Einrichtung unterzubringen. Jedoch muss als Voraussetzung dafür die Gefahr einer erheblichen gesundheitlichen Selbstschädigung oder Selbsttötung vorliegen.
Eine Unterbringung Erwachsener aus rein erzieherischen Gründen ist aber unmöglich.
Geld, das nicht für laufende Ausgaben benötigt wird, muss nach gerichtlicher Genehmigung sicher und verzinst angelegt werden. Der Zugriff auf die Geldanlage ist für den Betreuten gesperrt. Geld kann nur mit Genehmigung des Vormundschaftsgerichts abgehoben werden.
Weitere genehmigungspflichtige Rechtsgeschäfte sind z.B. Erbauseinandersetzungen, Kreditgeschäfte, Arbeitsverträge, Lebensversicherungsverträge und Mietverträge mit einer Dauer von mehr als vier Jahren.
Seiten in diesem Artikel: Seite 1: Das Betreuungsrecht - Worum es gehtSeite 2: Wann kann Betreuung angeordnet werden?Seite 3: Die AuswirkungenSeite 4: Die Auswahl des BetreuersSeite 5: Die einzelnen Aufgabenbereiche


