Anwalt vertritt Ex-Kammerdiener des Papstes nicht mehr
AFP VOM 30.8.2012 | Nachrichten - Allgemein | 873 Aufrufe Mehr zum Thema:Vatileaks, Kammerdiener, Papst
Differenzen über Verteidigungsstrategie
In der Vatileaks-Affäre um die Weitergabe interner Dokumente aus dem Vatikan wird der frühere Kammerdiener von Papst Benedikt XVI. nicht mehr von Anwalt Carlo Fusco vertreten. "Wegen Differenzen über die Verteidigungsstrategie" lege er das Mandat nieder, erklärte Fusco in Rom. Seine langjährige Freundschaft zu dem Angeklagten Paolo Gabriele bleibe davon unberührt. Ob Gabrieles zweite Anwältin Cristiana Arru ihr Mandat behalte, sei noch unklar, sagte Fusco. Der Prozess soll in rund einem Monat beginnen.
In dem Skandal geht es um die Weitergabe vertraulicher Papiere. Gabriele wird vorgeworfen, geheime E-Mails und Briefe vom Schreibtisch des päpstlichen Privatsekretärs Georg Gänswein kopiert und an die italienische Presse weitergegeben zu haben. Der frühere Kammerdiener hatte seit 2006 für den Papst gearbeitet. Er war einer der wenigen Vertrauten des Oberhaupts der katholischen Kirche, die Zugang zu dessen Privaträumen hatten. Gabriele muss sich voraussichtlich ab Oktober wegen schweren Diebstahls vor Gericht verantworten. Dem 46-jährigen Vater von drei Kindern drohen bis zu sechs Jahre Haft.
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